Jun 7

LAP, kurz und heftig (Teil II)

Veröffentlicht von Lyriclova

Mit dem Vorsatz heute alles besser zu mache, hab ich mir gestern abend den Wecker gestellt, eigentlich wollte ich früh ins bett, damit ich für meine LAP ausgeschlafen bin, naja EIGENTLICH ist das Schlüsselwort…

Um 1 bin ich dann endlich ins Bett gepurzelt, nicht ohne vorher nochmal einen Bewundernden Blick auf die Wand an der Kopfseite des Bettes zu werfen, dort prangt nämlich seit gestern Abend “I Got Erection!” in roten Lettern auf schwarzem Grund. Nicht das ihr das jetzt falschversteht, das ist nicht nur eine neue Stufe der narzistischen Selbstliebe, das ist eine Huldigung an das gleichnamige Lied von Turbonegro, was in meinem Leben einen bedeutenden Platz eingenommen hat. Es ist nämlich sowas wie die inoffizielle Hymne des “Karaoke from Hell”-Events, der jeden Dienstag ab 10 im Mascotte stattfindet.

Zurück zu meinem Schlafvorhaben: Leider wurde mein Gedanke auf dem Bauch einzuschlafen durch eine Unterleibsverhärtung vereitelt (wie passend) also auf den Rücken drehen, Augen zu und ab ins Land der Träume…
Nach einigen traumreichen Stunden (ich möchte hier nicht ins Detail gehen, denn 1. Sind die Träume nur Passagenweise semi-jugendfrei und 2. würde es den Ramen meines Blogs sprengen) vernehme ich wie aus weiter Ferne das Duett meines Handys und meines Funkwecker, die vor sich hin plärren als hinge ihr beider Leben davon ab. Ein kurzer Blick auf die Uhr, es ist 06.25… Verflucht, ich hab ja SO keinen Bock aufzustehen… Mein Gehirn teilt mir genervt mit, was ich ohnehin schon wusste…

Nachdem ich die beiden Störenfriede zum Schweigen gebracht habe schleppe ich mich müden Schrittes in s Badezimmer, Dusche auf, rein, Dusche zu, Wasser Marsch… Kreischend stelle ich das wasser auf lauwarm. Memo an mich: In Zukunft ZUERST Wasser vorwärmen, dann in die Dusche steigen! Etwas benommen schaue ich so an mir runter Memo 2: Zuerst Boxershorts ausziehen, dann in die Dusche steigen!
Ich schlüpfe also aus den halbnassen Boxers, drehe das Wasser auf, warte bis es eine angenehme Temperatur erreicht hat und hüpfe wieder drunter…
10 Minuten später wieder raus aus der Dusche, *fröstel* und abtrocknen. Mit der Schüssel Chocos in der Hand setze ich mich vor den PC und drehe den Sound auf Aufwachlautstärke. Anschliessend in die Klamotten schlüpfen und auf die Chauffeuse warten… In der Schule angekommen, gebe ich mir den Morgendlichen Cappucchino Creamy und setze mich mit dem Mp3-Player in die Eingangshalle… Es ist 07.45

Es ist mittlerweile 07.55, die Klassenkameraden die ich bisher getroffen habe, hatten alle um 08.00 Prüfung (Branchenkunde schriftlich), aber aus meinem Geschäft hab ich noch niemanden gesehen… Ich habe der einzigen zuverlässigen Person von uns dreien mal ein SMS geschrieben, keine Antwort…
Verdammt, in welchen verfluchten Zimmer habe ich denn jetzt Prüfung? Ich gehe mal ins Haus 3 rüber, villeicht is da ja ein Hinweis…

Im Haus 3 angekommen, entdecke ich Rosy, (die angeschriebene) und bin erleichtert, wenn sie noch hier ist, dann ist alles in Ordnung…
“Wann haben wir denn eigentlich Prüfung?” - “Na um 08.30, wie besprochen” oh, oke, verdammt, ich hätte länger schlafen können…

Naja, um 08.15 gehen wie ins Klassenzimmer, legen Handy und Ausweis (ha, dran gedacht) auf den dafür vorgesehenen Platz und erwarten die kommende Prüfung.

“Bitte denken Sie daran, alles was wir nicht lesen können, gilt als falsch, also schreiben Sie leserlich” *fluch*
Der Startschuss ist gefallen (”120 Minuten ab JETZT!”) Ich öffne die Prüfung und….. ….verstehe nur Bahnhof, Heilige Scheisse, worauf hab ich mich da eingelassen? Ich überfliege zuerst die ganze Prüfung. Bei jeder Antwortmöglichkeit stehen 3 Zeilen zur Verfügung, mir graut schon vor dem bevorstehenden Schreibexess.
Ich beginne die Aufgaben zu lösen und bin erleichtert als ich die Passage Antworten Sie mit max. 1-2 Stichworten lese. *freu*

Während des Lösens der Prüfung hellt sich meine imaginäre Gewitterwolke über meinem Kopf zusehends auf, die Aufgaben sind eigentlich nicht schwer, es sind nur viele, und ich muss mich darauf konzentrieren leserlich zu schreiben.

“Halbzeit, sie haben noch 60 Minuten zur Verfügung” Ich habe zeitgleich mit der Ansage der Lehrerin den Allgemeinen Teil beendet, nun gehts ab ans Fallbeispiel.
Nach dem Durchlesen der Situation bin ich erleichtert, der erwatete Schock blieb aus, das Thema (sie sind ein Mitarbeiter bei einem Staubsaugerhersteller und müssen einen kranken Kollegen vertreten, der einen Indischen Kunden betreut) liegt mir.
Ich tobe mich also herzlich an den Aufgaben aus, nur unterbrochen von den Ansagen (Noch 30, noch 15, noch 5 Minuten)

Ich habe das Fallbeispiel nahezu fertig, nur noch den Speditionsauftrag ausfüllen und fertisch is…
“die letze Minute ist angebrochen, bitte schliessen Sie ihre Arbeit ab”
Ich schreibe entspannt noch die letze Zahl in Feld 46 und bin FERTIG.

Auf dem Weg nach draussen die obligatorischen Gespräche: “Hey, die Prüefig isch ja soo schwer gsi”-”Scheisse ich glaubs ich bin duregheit”-”Was hesch de du gha Lyric?” hmmm gute Frage, nen 4-4.5er villeicht “En Sechsehalber denk du Frosch, du öppe nöd?”

Der Tag ist gerettet, mein Taxi wartet schon vor der Tür, ich fahre ins Geschäft, mache noch schnell mein Wochenpensum und gehe am 13.45 nach Hause…. Hey, eigentlich könnteste noch n Blog schreiben… Ok, ok, weil ichs bin. *gg*

*Tippsel, Töggel* Tschöööööö

Greetz Lyric

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